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Keine Reise ohne die richtige Vorbereitung.
Das beginnt schon mit Dingen, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, aber trotzdem gerne vergessen werden. Deshalb empfiehlt es sich, eine Checkliste zu schreiben. Sie sollte alles enthalten, was für das Abenteuer nützlich und notwendig sein könnte. Und das ist einiges. Von wichtigen und notwendigen Dokumenten, über Medizin und Kleidung bis hin zu Ersatzteilen und Werkzeug.
Das wichtigste vor einer längeren Ausfahrt und/oder Urlaubstour:
Sämtliche regelmäßigen Wartungsarbeiten sollten vorab erledigt werden (Kette justieren, Öl wechseln, sauberer Luftfilter, Speichen nachziehen, Luftdruck der Reifen auffüllen, Kontrolle von Kühlmittel, Ölschläuche, Befestigungsvorrichtungen usw.).
Am besten das geliebte Bike zum KTM-Fachhändler bringen. Und es sollte natürlich auch klar sein, dass zusätzlich zur normalen Inspektion auch die Teile ersetzt werden, die absehbar demnächst ihren Dienst aufgeben werden (fast abgefahrene Reifen und abgenutzte Bremsen, etc.). Der nächste KTM-Händler könnte in fernen Regionen wie Afrika unter Umständen weit weg sein, was dann zu einigen „netten“ Komplikationen führen könnte.
Ist das Bike einsatzbereit, steht man vor dem nächsten Dilemma: Was brauch ich wirklich unterwegs?
2004-Dakar-Sieger Nani Roma sieht es so: „Das Einpacken von Ersatzteilen ist eine schwere Aufgabe. Niemand möchte mehr als wirklich notwendig mitnehmen, aber genauso wenig möchte man neben der Piste sitzen und auf Hilfe warten. Wenn ich längere Touren unternehme, dann nehme ich meist einen 21’’ Vorderradschlauch (der funktioniert auch für hinten), eine Reifenreparaturausrüstung, Flaschen mit Druckluft, eine Auswahl an Schraubenschlüsseln, Zangen mit Drahtschneider, einen vielseitigen Schraubendreher, ein Kettenschloss und extra Kettenglieder (ein Hauptglied und 3-4 zusätzliche Glieder) mit.
Rally-Kollege Cyril Despres dazu: „Ohne Zweifel kann ich mit dem Schlauch und den Reifenwerkzeug einen platten Reifen reparieren. Im Notfall kann man die Reifen mit Gras, Laub oder ähnlichen Materialien ausstopfen und so ein natürliches Mousse herstellen. Es wird sich unausgewogen anfühlen, aber nichts desto trotz zur nächsten Werkstatt bringen.“
Welche Ersatzteile man für die große Urlaubstour einpacken sollte, haben wir in dieser Rubrik unter „Ersatzteile“ beschrieben. Was aber sollte man tun, damit gar nicht erst ein Problem unterwegs auftaucht? Wie schon bei der Vorbereitung ist auch hier Vorsorge der beste Weg. So sollte man auf den Kühlwasserstand bei jeder Tankaktion einen Blick werfen und alle 1000 km den Ölstand kontrollieren. Der Luftfilter dagegen braucht nur gereinigt werden, wenn man über weite Strecken im Staub gefahren ist, die Leistung spürbar nachlässt oder ein normales Inspektionsintervall ansteht.
Immer wieder kommt es vor allem in Afrika, Asien und Südamerika vor, dass man schlechtes Benzin getankt hat. Auch dies kein Problem. Bei der KTM 950 Adventure heißt es dann die Steckverbindung unter Sitzbank trennen. Dadurch wird die Zündkurve dem schlechten Benzin angepasst. Auch keine Probleme gibt es mit diesem Motorrad in großer Höhe. So lange man nicht permanent und für einen längeren Zeitraum jenseits der 4500m-Marke unterwegs ist, braucht man nichts zu unternehmen. Nur wen es wirklich höher treibt, der sollte Umdüsen, sprich kleine Hauptdüsen einsetzen. Für Touren beispielsweise in Südamerika aber reicht die serienmäßige Version, selbst wenn man den 5308m hohen Chacaltaya oberhalb von La Paz in Angriff nehmen will.
Noch ein paar Worte zum Thema Kette. Steht eine längere Sandetappe bevor, sollte man tunlichst die Kette nicht noch zusätzlich schmieren. Erst wenn wieder fester Boden unter den Reifen ist, ist Kettenpflege diesbezüglich angesagt.
Auf alle Fälle wichtig: Immer wieder sicherheitsrelevante Schraubverbindungen (Rahmen, Bremsen, etc) kontrollieren, gerade wenn man auf holprigen Straßen oder Schotterpisten unterwegs ist. |
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